Dr. E. Weiser Koenigsbacher Str. 51, 75106 Remchingen, Tel. 07232/311855
Ist mein Kind Allergie gefährdet?
Diese Frage ist so früh wie möglich zu stellen. Am besten bereits vor/in der Schwangerschaft. Das Risiko für einen Neugeborenen an einer Allergie zu erkranken hängt stark von der familiären Disposition ab. Am niedrigsten ist das Risiko, wenn niemand in der Familie allergisch ist. Sollten Krankheiten wie Neurodermitis, Asthma bronchiale, Heuschnupfen oder Nahrungsmittel-Allergien in der Familie vorliegen, steigt das Risiko deutlich: ist ein Familienmitglied allergisch, besteht ein mittleres Risiko; sind beide Eltern allergisch ist das Risiko hoch (bis 50%).
Positiv können sich Stillen, Beikost erst nach dem sechsten Lebensmonat auswirken. Bäuerlicher Lebensstil, besonders wenn bereits in der Schwangerschaft die Mutter oft im Stall war, können positiv sein. Probiotika sind eine häufig erwähnte interessante Möglichkeit der Prophylaxe.
Rauchen
· vor und nach der Geburt sollte für eine Umgebung ohne Tabakrauch gesorgt werden!
Haustiere
vermeiden Sie aus hygienischen gründen zu engen Kontakt zu Hautieren und lassen Sie Katzen und Hunde außerhalb des Schlafzimmer Ihres Jüngsten. Rosshaarmatratzen, Federbetten, Felltiere, Schaff-Felle sollten Sie bei einem allergie-gefährdeten Kind doch vermeiden.
Empfehlenswert: Baumwollkleidung, die vor dem ersten Tragen gewaschen wurde
Hausstaubmilben
Kühle und trockene Räume
Regelmäßig lüften
90° waschbare Bettbezüge
Vermeiden von Staubfängern: schwere Übergardinen, Topfpflanzen, offene Regale
Kurzflorige Teppiche oder Parkett, Fliesen
- in Gegenwart des Kindes nicht den Staubsauger betätigen
- bei Luftreinigern und Staubsaugern auf qualifizierte zertifizierte Filterleistung achten (Hepa- oder S-Klasse-Filter)
Schimmelpilze
Luftbefeuchter oder Klimaanlagen werden gerne von Schimmelpilzen befallen. Hierauf verzichten.
Regelmäßig lüften
Keine Pflanzen im Schlafzimmer
Feuchtigkeitsflecken oder - Schäden umgehend beseitigen
Tägliche Entsorgung von Küchenabfällen
Pollen
bei starkem Pollenflug ab frühmorgens die Fenster geschlossen halten
Kleidung nicht im Schlafzimmer ausziehen
Bettwäsche häufiger wechseln
Möglichst wenig Plüschtiere
Weitere Faktoren
bis mind. Zwei Jahre keine Ohrlöcherstechen lassen: Nickelallergie!
Keine milcheiweißhaltigen Baby-Pflege-Bäder
Keine Pflegeprodukte mit vielen Duftnoten
Vorträge zum Thema Allergie-Prophylaxe
Zum Thema Allergie-Prophylaxe bieten wir in der Kinder- und Jugendarzt-Praxis auch Info-Abende mit einem Vortrag zum Thema und für Ihre Fragen an. Bei Interesse können Sie uns gerne hierauf ansprechen.
Internet-links
Das Internet bietet eine unüberschaubare Anzahl an Informationen zu diesem Thema. Dabei ist es natürlich sehr schwierig seriöse Informationen zu dem Thema Allergien herauszufiltern. Daher haben wir unter den „Links“ einige gute Adressen für Sie herausgesucht.
Dr. Med. E. Weiser Infoblatt Allergieprophylaxe 100311
