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   Dr.  E. Weiser     Koenigsbacher Str. 51, 75106 Remchingen, Tel. 07232/311855

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Asthma bronchiale

Was ist Asthma?

Das Asthma bronchiale ist heute definiert als eine Erkrankung der Atemwege mit bestimmten (unten genannten) Symptomen. Immer ist Asthma mit einer Überempfindlichkeit („Hyperreagibilität“) der Bronchien verbunden. Diese Hyperreagibilität führt zu bestimmten Symptomen:

-  trockener Husten

-  erschwerte Atmung

- pfeifende Atmung

- Atemnot

Diese Symptome müssen nicht alle und in massiver Ausprägung vorhanden sein. Die Kunst ist es, die Diagnose früh zu stellen, wenn eben noch nicht ein massives Krankheitsbild vorliegt. Hier kann man dann am besten helfen!

 

Auslösefaktoren

Die wichtigsten Triggerfaktoren sind:

- Infekte der Atemwege (bes. bei jüngeren Kindern)

- Körperliche Belastungen

- Allergene ( saisonal bei Pollen, bei Hausstaubmilben an bestimmten Orten)

- nächtlicher Husten

- Wettereinflüsse

- kalte Luft (beim Wechsel von beheizter Wohnung in kalte Winterluft, beim Eisessen Husten)

- psychische Faktoren

DIAGNOSE

Die Diagnose sollte möglichst exakt gestellt werden. Zur Basisdiagnostik gehören:

- Erheben der Krankengeschichte.

Alleine durch ein ausführliches Erheben der Krankengeschichte kann die Krankheit weitgehend eingegrenzt

werden. Sie ist aber auf jeden Fall zu ergänzen:

- exakte körperliche Untersuchung

- Lungenfunktions-Untersuchung

- Lungenfunktion mit bestimmten „Reizen“ gekoppelt: z.B. Laufen, Inhalation von best. Stoffen etc.

- Allergietests: Haut- und Bluttests auf Allergene

- nur im Einzelfall sollten gemacht werden: Rö-Thorax, Schweißtest, Tuberkulin-Test, weitere

Blutuntersuchungen, Bronchoscopie, HNO – ärztliche Untersuchungen.

 

Therapie

Das unmittelbare Ziel der Asthma- Therapie ist eine vollständige Kontrolle der Symptome. Längerfristig muss der Umbau der Bronchialschleimhaut verhindert werden. Dies um beschwerdefrei das Erwachsenenalter zu erreichen.

1. Inhalation

- akut werden meist Düsenvernebler zum „Feuchtinhalieren“ eingesetzt. Hierdurch wird der meist zähe Schleim gelöst und durch entsprechende Medikmente (Salbutamol, Ipra-tropiumbromid) die Bronchien erweitert.

- wenn mittel- oder längerfristig inhaliert werden muss, bieten sich Sprays oder andere Systeme an: mit Ihnen kann in deutlich kürzerer Zeit als mit Düsenverneblern das notwendige Medikament appliziert werden.

2. Medikamente

    - akut helfende Medikamente: die wichtigsten hierfür eingesetzten Medikamente sind die Wirkstoffe Salbutamol oder Ipratropiumbromid. Über die Technik der Anwendung (Düsenvernebler/Spray/Diskus): s.o.

- prophylaktische Medikamente: Die vorbeugenden Medikamente bekämpfen die in den Bronchien der Asthmatiker bestehende chronische Entzündung. Der Umbau der Bronchien und damit der bleibende „schlimme“ Asthmatiker soll damit verhindert werden. Es gibt verschiedene Substanzgruppen: inhalative Corticoide. Diese sind effektiv und heutzutage sehr gut verträglich. Sie sollten immer unter regelmäßiger Kontrolle angewendet werden. Cromoglycinsäure wurde früher sehr häufig verwendet. Dieser harmlos Stoff ist sicher wirksam, allerdings muss er sehr oft (bis 4x tgl.) angewendet werden. In der Regel ist dies zu umständlich und häufig verweigern sich Kinder, wenn über einen langen Zeitraum so oft inhaliert werden soll. Relativ neu sind antientzündlich wirkende Kautablette (Montelukast). Diese Substanz wird von den entsprechenden Gremien als zusätzliche Möglichkeit zur Bekämpfung der bronchialen Entzündung empfohlen. Der einfachen Anwendung steht leider die Tatsache gegenüber, dass es auch Kinder gibt, die hierauf nicht ansprechen.

- Homöopathie. Es gibt verschiedene homöopathische Medikamente die zum Einsatz kommen. Ein zusätzlicher Einsatz erscheint mir immer möglich, allerdings am besten kombiniert mit o.g. Medikamenten. Eine individuelle Therapieplanung ist hier entscheidend.

 

Kontrollen

 Regelmäßige Kontrollen bei dieser chronischen Erkrankung sind wichtig, um immer eine „passende“ Therapie durchführen zu können. Je nach Ausprägung und Alter des Kindes  sollte man zu Hause ein sog. „Peak flow“ durchführen. Ein kleines Gerät, das in entsprechend informierter Hand viele Ausschlüsse geben kann und Eltern auch vor drohenden Asthmaanfällen warnen kann. Die Resultate (in einem sog. „Peak-Flow-Protokoll“ festgehalten dieses Testgeräts sollten ggf.  immer mit in die Praxis gebracht werden: Der körperliche Untersuchungsbefund sollte mind.  alle drei Monate durchgeführt werden. Am besten zusammen mit einem Beratungsgespräch. Ein wiederholen einer Lungen-Funktionsuntersuchung oder erweiterte LUFUs sind alle 3-6 Monate sinnvoll.

Schulungen

 Ein wesentliches Instrument zum besseren Verständnis der Erkrankung sind sog. Asthma-Schulungen. Meist werden diese in Kinderkliniken angeboten.

DMP

  Sogenannte Disease Management Programme werden von den Krankenkassen mit entsprechend qualifizierten Ärzten zusammen angeboten. Wenngleich mit viel Bürokratie verbunden, eröffnen diese für Patienten weitere Möglichkeiten zur Bekämpfung der Erkrankung. Unsere Praxis ist in dies Programm involviert, sie können dies  bei uns durchführen!

Prognose

Insgesamt ist die Prognose bei guter Therapie meist sehr gut. Entscheidend ist eine gute Zusammenarbeit zwischen Patient und Arzt, guter Mitarbeit des Kindes oder Jugendlichen und auch eine konsequente mittel- bis langfristige Therapie. Viele Olympiateilnehmer sind Asthmatiker, können aber unter entsprechender Therapie Spitzenleistungen erbringen: ein Ziel!                                                                  

  

 

 

                                                                                                                                                                            Infoblatt Asthma bronchiale